Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Konzernergebnis

Die konsolidierte Halbjahresrechnung der LLB-Gruppe ist gemäss den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Das den Aktionären zustehende Ergebnis belief sich auf CHF 59.8 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 32.5 Mio.), was einer Zunahme von 84.1 Prozent entspricht. Die Cost-Income-Ratio lag per 30. Juni 2012 bei 57.8 Prozent (Vorjahresperiode: 75.3 %). Das Ergebnis pro Aktie stieg um 84.5 Prozent auf CHF 2.10 (Vorjahresperiode: CHF 1.14).

Kundenvermögen

Die Kundenvermögen nahmen um 1.2 Prozent auf CHF 48.7 Mia. (31. Dezember 2011: CHF 48.1 Mia.) zu. Die Vermögen in eigenverwalteten Fonds erhöhten sich um 4.2 Prozent auf CHF 3.7 Mia, während die Vermögen mit Verwaltungsmandat um 3.2 Prozent auf CHF 7.3 Mia. sanken. Die übrigen Kundenvermögen beliefen sich per 30. Juni 2012 auf CHF 37.7 Mia. (31. Dezember 2011: CHF 37.0 Mia.). Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnete die LLB-Gruppe einen Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 2 Mio. (Vorjahresperiode: Zufluss CHF 529 Mio.).

Erfolgsrechnung

Der Geschäftsertrag stieg im ersten Halbjahr 2012 um 13.9 Prozent auf CHF 233.8 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 205.4 Mio.). Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich um 7.0 Prozent auf CHF 98.5 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 92.1 Mio.). Im Wesentlichen ist dies auf einen um 17.7 Prozent geringeren Zinsaufwand zurückzuführen. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft reduzierte sich um 4.1 Prozent auf CHF 103.1 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 107.6 Mio.). Die Courtagen sanken um 14.1 Prozent, dies konnte teilweise durch einen um 16.4 Prozent niedrigeren Courtageaufwand kompensiert werden. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft lag mit CHF 5.1 Mio. um 3.3 Prozent über dem Erfolg der Vorjahresperiode (CHF 4.9 Mio.). Die Kosten zur Absicherung von Zinsrisiken erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr, liessen sich aber durch höhere Erträge vor allem aus dem Kundenhandel mit Devisen mehr als ausgleichen.

Der Erfolg aus Finanzanlagen stieg im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 signifikant auf CHF 22.1 Mio. (Vorjahresperiode: minus CHF 6.3 Mio.) und trug wesentlich zum Gewinn per 30. Juni 2012 bei. Dies ist eine Folge der positiven Kursentwicklung der Finanzanlagen im ersten Halbjahr 2012. Der übrige Erfolg betrug per 30. Juni 2012 CHF 5.1 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 8.0 Mio.).

Der Geschäftsaufwand sank um 2.0 Prozent auf CHF 164.1 (Vorjahresperiode: CHF 167.4 Mio.). Der Personalaufwand fiel mit CHF 75.0 Mio. um 19.9 Prozent geringer als in der Vorjahresperiode (CHF 93.6 Mio.) aus, was ebenfalls wesentlich zum Gewinn der LLB-Gruppe im ersten Halbjahr 2012 beitrug. Aufgrund der Umstellung der Personalvorsorgestiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG vom Leistungsprimat auf das Beitragsprimat reduziert sich der Barwert der Vorsorgeverpflichtung um CHF 19.8 Mio. Dieser versicherungsmathematische Einmaleffekt wurde konform mit IAS 19 als Personalaufwandsminderung im Halbjahresabschluss 2012 verbucht. Mit der Umstellung auf IAS 19 revised ab dem 1. Januar 2013 steigt der Vorsorgeaufwand um rund CHF 3 Mio. pro Jahr. Die Position Gehälter reduzierte sich im ersten Halbjahr 2012 um 2.6 Prozent auf CHF 74.0 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 75.9 Mio.). Der Sachaufwand lag mit CHF 42.5 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (CHF 42.7 Mio.). Negativ beeinflussten Wertberichtigungen auf Kreditrisiken in Höhe von CHF 26.8 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 11.1 Mio.) den Geschäftsgewinn. Per 30. Juni 2012 beschäftigte die LLB-Gruppe teilzeitbereinigt 1'120 Mitarbeitende (31. Dezember 2011: 1'123).

Bilanz

Die konsolidierte Bilanzsumme stieg per 30. Juni 2012 gegenüber Jahresende 2011 um 2.6 Prozent auf CHF 21.7 Mia. (31. Dezember 2011: 21.1 Mia.) an. Das Eigenkapital, das den Aktionären der LLB zusteht, belief sich per 30. Juni 2012 auf CHF 1.6 Mia. Die Tier 1 Ratio betrug 13.6 Prozent (31. Dezember 2011: 13.9 %) und die Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären der LLB zusteht, lag bei 7.7 Prozent (Vorjahresperiode: 4.0 %).

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